Chef als Freund: Geht das überhaupt?

Nur fünf Prozent der Deutschen sind auf den sozialen Netzwerken mit ihrem Vorgesetzten vernetzt und 57 Prozent würden eine Freundschaftsanfrage ablehnen. Aber auch im alltäglichen Büroleben können sich viele Arbeitnehmer eine freundschaftliche Beziehung zum Vorgesetzten nicht vorstellen. Doch was, wenn ein guter Freund aus dem Büro nebenan plötzlich befördert wird? Da drängt sich die Frage auf: Kann man überhaupt mit dem Chef befreundet sein? Welche Probleme eine Freundschaft zum Chef mitbringen kann und ob eine solche Freundschaft eine Zukunft hat…

Eine Freundschaft mit Hindernissen

Es sollte von vornherein klar sein, dass die Freundschaft zu einem Vorgesetzten immer etwas anderes ist, als die Freundschaft zu einem Kollegen der gleichen Hierarchiestufe. Ihr Freund, der gleichzeitig Ihr Chef ist, verfügt über Entscheidungsgewalt, die Ihren beruflichen Werdegang entscheidend beeinflussen kann. Aus dieser Kombination ergeben sich ganz automatisch Probleme, die Ihrer Freundschaft im Weg stehen können.

  • Schlechte Arbeitsatmosphäre. Wenn Sie der Liebling des Chefs sind, werden das sicherlich auch Ihre Kollegen mitbekommen. Unter einer solchen Situation kann die Arbeitsatmosphäre der gesamten Abteilung leiden, da andere sich benachteiligt fühlen und Sie möglicherweise aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
  • Schwierige Beförderungen. Auch wenn Sie tatsächlich in Ihrem Team die beste Arbeit leisten, wie rational werden es Ihre Kollegen wohl sehen, wenn Sie von Ihrem Freund eine Beförderung erhalten?
  • Komplizierte Abmahnungen. Doch auch der entgegengesetzte Fall ist mit Komplikationen verbunden. Wie wird sich Ihr Chef verhalten, wenn Sie Mist gebaut haben und er Sie dafür abmahnen muss? Wird sich die nette Seite des Freundes oder die autoritäre Seite des Vorgesetzten durchsetzen?

Wahrlich keine optimale Ausgangssituation für eine freundschaftliche Beziehung, doch ist es trotzdem möglich, mit dem eigenen Chef befreundet zu sein?

Kann man wirklich mit dem Chef befreundet sein?

Der nette Kollege, mit dem Sie seit Jahren das Büro geteilt und an Wochenenden gemeinsam über den cholerischen Chef gelästert haben, wird plötzlich befördert und steht auf einmal eine Gehalts- und Entscheidungsstufe über Ihnen. Im ersten Moment geht es sicherlich auch um Neid, dass nicht Sie die Beförderung erhalten haben, doch wie sieht es aus, wenn Sie den ersten Schreck überwunden haben? Kann eine Freundschaft zwischen Chef und Mitarbeiter funktionieren? Diese sechs Fragen können Ihnen helfen zu entscheiden, ob Ihre Freundschaft eine Zukunft hat.

  1. Wie lange sind Sie bereits befreundet?

    Sind Sie schon seit langer Zeit befreundet und haben gemeinsam schon viel erlebt oder handelt es sich bei Ihrem neuen Vorgesetzten um einen netten Kollegen, der vor Kurzem in Ihre Abteilung gewechselt ist und mit dem Sie sich gut verstanden haben? Je länger Ihre Freundschaft besteht, desto eher werden Sie den Problemen trotzen können, die sich möglicherweise ergeben.

  2. Wie gut kennen Sie sich?

    Haben Sie mit Ihrem Freund über alles gesprochen und ihm vielleicht sogar Ihre Geheimnisse anvertraut? Das stärkt natürlich die Freundschaft, kann jedoch in der neuen Situation auch zu unangenehmen Momenten führen. Wer möchte schon, dass der eigene Chef alles über einen weiß? Hier gilt es abzuwägen und mit Ihrem Freund zu besprechen, wie Sie gerade in der beruflichen Zusammenarbeit miteinander umgehen.

  3. Wie gut können Sie Arbeit und Privates trennen?

    Am Sonntag treffen Sie sich mit Ihrem Freund auf ein gemeinsames Bier und keine zwölf Stunden später sollten Sie die gleiche Person wieder Herr Müller nennen und für ihn ein paar Dokumente ausdrucken gehen? Nicht jedem fällt es leicht, zwischen beruflichem und privatem Kontakt zu unterscheiden. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und hinterfragen Sie, ob Sie dazu in der Lage sind.

  4. Wie ist die Atmosphäre in ihrem Job?

    In manchen Büros herrscht lockere Stimmung, während andere zum Lachen in den Keller gehen. Eine lockere Arbeitsatmosphäre, auch zwischen Chef und Mitarbeiter, wird es Ihnen leichter machen, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Ihrem Chef gegenüber ein gewisser Respekt angebracht ist. Denn Ihrem Freund die Meinung zu geigen, fällt wahrscheinlich deutlich leichter, als dies dem Vorgesetzten gegenüber zu tun.

  5. Wie werden Ihre Kollegen reagieren?

    Gibt es eine Kollegin, die ständig nörgelt und sich beschwert oder kam es schon einmal zu Mobbing und Gruppenbildung? Wenn Sie antizipieren können, wir Ihre Kollegen auf die neue Situation reagieren, können Sie auch einschätzen, wie Sie mit der Situation umzugehen haben. Haben Sie das Gefühl, durch die Freundschaft zum Chef ausgeschlossen zu werden?

  6. Wie geht es Ihnen mit der Freundschaft?

    Im Endeffekt müssen Sie für sich selbst entscheiden, ob Sie mit der Situation und Nähe zum Boss zufrieden sind. Sie können auch mit Ihrem Freund darüber sprechen, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Ehrlichkeit und Offenheit sind hier besonders angebracht.

Natürlich wünscht sich wohl jeder eine gute Beziehung zum Chef. Das erleichtert manches und hilft der Karriere. Doch diese Freundschaft kann auch zum Bumerang werden – wenn Ärger in der Freundschaft das professionelle Verhältnis belastet oder umgekehrt Beef im Job die Freundschaft. Womöglich müssen Sie zwischen Nähe oder mehr Distanz entscheiden, denn nur selten gelingt es, Beruf und Privates grundsätzlich zu trennen.

Chef als Freund: Geht das überhaupt?

Nur fünf Prozent der Deutschen sind auf den sozialen Netzwerken mit ihrem Vorgesetzten vernetzt und 57 Prozent würden eine Freundschaftsanfrage ablehnen. Aber auch im alltäglichen Büroleben können sich viele Arbeitnehmer eine freundschaftliche Beziehung zum Vorgesetzten nicht vorstellen. Doch was, wenn ein guter Freund aus dem Büro nebenan plötzlich befördert wird? Da drängt sich die Frage auf: Kann man überhaupt mit dem Chef befreundet sein? Welche Probleme eine Freundschaft zum Chef mitbringen kann und ob eine solche Freundschaft eine Zukunft hat…

Eine Freundschaft mit Hindernissen

Es sollte von vornherein klar sein, dass die Freundschaft zu einem Vorgesetzten immer etwas anderes ist, als die Freundschaft zu einem Kollegen der gleichen Hierarchiestufe. Ihr Freund, der gleichzeitig Ihr Chef ist, verfügt über Entscheidungsgewalt, die Ihren beruflichen Werdegang entscheidend beeinflussen kann. Aus dieser Kombination ergeben sich ganz automatisch Probleme, die Ihrer Freundschaft im Weg stehen können.

  • Schlechte Arbeitsatmosphäre. Wenn Sie der Liebling des Chefs sind, werden das sicherlich auch Ihre Kollegen mitbekommen. Unter einer solchen Situation kann die Arbeitsatmosphäre der gesamten Abteilung leiden, da andere sich benachteiligt fühlen und Sie möglicherweise aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
  • Schwierige Beförderungen. Auch wenn Sie tatsächlich in Ihrem Team die beste Arbeit leisten, wie rational werden es Ihre Kollegen wohl sehen, wenn Sie von Ihrem Freund eine Beförderung erhalten?
  • Komplizierte Abmahnungen. Doch auch der entgegengesetzte Fall ist mit Komplikationen verbunden. Wie wird sich Ihr Chef verhalten, wenn Sie Mist gebaut haben und er Sie dafür abmahnen muss? Wird sich die nette Seite des Freundes oder die autoritäre Seite des Vorgesetzten durchsetzen?

Wahrlich keine optimale Ausgangssituation für eine freundschaftliche Beziehung, doch ist es trotzdem möglich, mit dem eigenen Chef befreundet zu sein?

Kann man wirklich mit dem Chef befreundet sein?

Der nette Kollege, mit dem Sie seit Jahren das Büro geteilt und an Wochenenden gemeinsam über den cholerischen Chef gelästert haben, wird plötzlich befördert und steht auf einmal eine Gehalts- und Entscheidungsstufe über Ihnen. Im ersten Moment geht es sicherlich auch um Neid, dass nicht Sie die Beförderung erhalten haben, doch wie sieht es aus, wenn Sie den ersten Schreck überwunden haben? Kann eine Freundschaft zwischen Chef und Mitarbeiter funktionieren? Diese sechs Fragen können Ihnen helfen zu entscheiden, ob Ihre Freundschaft eine Zukunft hat.

  1. Wie lange sind Sie bereits befreundet?

    Sind Sie schon seit langer Zeit befreundet und haben gemeinsam schon viel erlebt oder handelt es sich bei Ihrem neuen Vorgesetzten um einen netten Kollegen, der vor Kurzem in Ihre Abteilung gewechselt ist und mit dem Sie sich gut verstanden haben? Je länger Ihre Freundschaft besteht, desto eher werden Sie den Problemen trotzen können, die sich möglicherweise ergeben.

  2. Wie gut kennen Sie sich?

    Haben Sie mit Ihrem Freund über alles gesprochen und ihm vielleicht sogar Ihre Geheimnisse anvertraut? Das stärkt natürlich die Freundschaft, kann jedoch in der neuen Situation auch zu unangenehmen Momenten führen. Wer möchte schon, dass der eigene Chef alles über einen weiß? Hier gilt es abzuwägen und mit Ihrem Freund zu besprechen, wie Sie gerade in der beruflichen Zusammenarbeit miteinander umgehen.

  3. Wie gut können Sie Arbeit und Privates trennen?

    Am Sonntag treffen Sie sich mit Ihrem Freund auf ein gemeinsames Bier und keine zwölf Stunden später sollten Sie die gleiche Person wieder Herr Müller nennen und für ihn ein paar Dokumente ausdrucken gehen? Nicht jedem fällt es leicht, zwischen beruflichem und privatem Kontakt zu unterscheiden. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und hinterfragen Sie, ob Sie dazu in der Lage sind.

  4. Wie ist die Atmosphäre in ihrem Job?

    In manchen Büros herrscht lockere Stimmung, während andere zum Lachen in den Keller gehen. Eine lockere Arbeitsatmosphäre, auch zwischen Chef und Mitarbeiter, wird es Ihnen leichter machen, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Ihrem Chef gegenüber ein gewisser Respekt angebracht ist. Denn Ihrem Freund die Meinung zu geigen, fällt wahrscheinlich deutlich leichter, als dies dem Vorgesetzten gegenüber zu tun.

  5. Wie werden Ihre Kollegen reagieren?

    Gibt es eine Kollegin, die ständig nörgelt und sich beschwert oder kam es schon einmal zu Mobbing und Gruppenbildung? Wenn Sie antizipieren können, wir Ihre Kollegen auf die neue Situation reagieren, können Sie auch einschätzen, wie Sie mit der Situation umzugehen haben. Haben Sie das Gefühl, durch die Freundschaft zum Chef ausgeschlossen zu werden?

  6. Wie geht es Ihnen mit der Freundschaft?

    Im Endeffekt müssen Sie für sich selbst entscheiden, ob Sie mit der Situation und Nähe zum Boss zufrieden sind. Sie können auch mit Ihrem Freund darüber sprechen, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Ehrlichkeit und Offenheit sind hier besonders angebracht.

Natürlich wünscht sich wohl jeder eine gute Beziehung zum Chef. Das erleichtert manches und hilft der Karriere. Doch diese Freundschaft kann auch zum Bumerang werden – wenn Ärger in der Freundschaft das professionelle Verhältnis belastet oder umgekehrt Beef im Job die Freundschaft. Womöglich müssen Sie zwischen Nähe oder mehr Distanz entscheiden, denn nur selten gelingt es, Beruf und Privates grundsätzlich zu trennen.

Chef als Freund: Geht das überhaupt?

Nur fünf Prozent der Deutschen sind auf den sozialen Netzwerken mit ihrem Vorgesetzten vernetzt und 57 Prozent würden eine Freundschaftsanfrage ablehnen. Aber auch im alltäglichen Büroleben können sich viele Arbeitnehmer eine freundschaftliche Beziehung zum Vorgesetzten nicht vorstellen. Doch was, wenn ein guter Freund aus dem Büro nebenan plötzlich befördert wird? Da drängt sich die Frage auf: Kann man überhaupt mit dem Chef befreundet sein? Welche Probleme eine Freundschaft zum Chef mitbringen kann und ob eine solche Freundschaft eine Zukunft hat…

Eine Freundschaft mit Hindernissen

Es sollte von vornherein klar sein, dass die Freundschaft zu einem Vorgesetzten immer etwas anderes ist, als die Freundschaft zu einem Kollegen der gleichen Hierarchiestufe. Ihr Freund, der gleichzeitig Ihr Chef ist, verfügt über Entscheidungsgewalt, die Ihren beruflichen Werdegang entscheidend beeinflussen kann. Aus dieser Kombination ergeben sich ganz automatisch Probleme, die Ihrer Freundschaft im Weg stehen können.

  • Schlechte Arbeitsatmosphäre. Wenn Sie der Liebling des Chefs sind, werden das sicherlich auch Ihre Kollegen mitbekommen. Unter einer solchen Situation kann die Arbeitsatmosphäre der gesamten Abteilung leiden, da andere sich benachteiligt fühlen und Sie möglicherweise aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
  • Schwierige Beförderungen. Auch wenn Sie tatsächlich in Ihrem Team die beste Arbeit leisten, wie rational werden es Ihre Kollegen wohl sehen, wenn Sie von Ihrem Freund eine Beförderung erhalten?
  • Komplizierte Abmahnungen. Doch auch der entgegengesetzte Fall ist mit Komplikationen verbunden. Wie wird sich Ihr Chef verhalten, wenn Sie Mist gebaut haben und er Sie dafür abmahnen muss? Wird sich die nette Seite des Freundes oder die autoritäre Seite des Vorgesetzten durchsetzen?

Wahrlich keine optimale Ausgangssituation für eine freundschaftliche Beziehung, doch ist es trotzdem möglich, mit dem eigenen Chef befreundet zu sein?

Kann man wirklich mit dem Chef befreundet sein?

Der nette Kollege, mit dem Sie seit Jahren das Büro geteilt und an Wochenenden gemeinsam über den cholerischen Chef gelästert haben, wird plötzlich befördert und steht auf einmal eine Gehalts- und Entscheidungsstufe über Ihnen. Im ersten Moment geht es sicherlich auch um Neid, dass nicht Sie die Beförderung erhalten haben, doch wie sieht es aus, wenn Sie den ersten Schreck überwunden haben? Kann eine Freundschaft zwischen Chef und Mitarbeiter funktionieren? Diese sechs Fragen können Ihnen helfen zu entscheiden, ob Ihre Freundschaft eine Zukunft hat.

  1. Wie lange sind Sie bereits befreundet?

    Sind Sie schon seit langer Zeit befreundet und haben gemeinsam schon viel erlebt oder handelt es sich bei Ihrem neuen Vorgesetzten um einen netten Kollegen, der vor Kurzem in Ihre Abteilung gewechselt ist und mit dem Sie sich gut verstanden haben? Je länger Ihre Freundschaft besteht, desto eher werden Sie den Problemen trotzen können, die sich möglicherweise ergeben.

  2. Wie gut kennen Sie sich?

    Haben Sie mit Ihrem Freund über alles gesprochen und ihm vielleicht sogar Ihre Geheimnisse anvertraut? Das stärkt natürlich die Freundschaft, kann jedoch in der neuen Situation auch zu unangenehmen Momenten führen. Wer möchte schon, dass der eigene Chef alles über einen weiß? Hier gilt es abzuwägen und mit Ihrem Freund zu besprechen, wie Sie gerade in der beruflichen Zusammenarbeit miteinander umgehen.

  3. Wie gut können Sie Arbeit und Privates trennen?

    Am Sonntag treffen Sie sich mit Ihrem Freund auf ein gemeinsames Bier und keine zwölf Stunden später sollten Sie die gleiche Person wieder Herr Müller nennen und für ihn ein paar Dokumente ausdrucken gehen? Nicht jedem fällt es leicht, zwischen beruflichem und privatem Kontakt zu unterscheiden. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und hinterfragen Sie, ob Sie dazu in der Lage sind.

  4. Wie ist die Atmosphäre in ihrem Job?

    In manchen Büros herrscht lockere Stimmung, während andere zum Lachen in den Keller gehen. Eine lockere Arbeitsatmosphäre, auch zwischen Chef und Mitarbeiter, wird es Ihnen leichter machen, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Ihrem Chef gegenüber ein gewisser Respekt angebracht ist. Denn Ihrem Freund die Meinung zu geigen, fällt wahrscheinlich deutlich leichter, als dies dem Vorgesetzten gegenüber zu tun.

  5. Wie werden Ihre Kollegen reagieren?

    Gibt es eine Kollegin, die ständig nörgelt und sich beschwert oder kam es schon einmal zu Mobbing und Gruppenbildung? Wenn Sie antizipieren können, wir Ihre Kollegen auf die neue Situation reagieren, können Sie auch einschätzen, wie Sie mit der Situation umzugehen haben. Haben Sie das Gefühl, durch die Freundschaft zum Chef ausgeschlossen zu werden?

  6. Wie geht es Ihnen mit der Freundschaft?

    Im Endeffekt müssen Sie für sich selbst entscheiden, ob Sie mit der Situation und Nähe zum Boss zufrieden sind. Sie können auch mit Ihrem Freund darüber sprechen, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Ehrlichkeit und Offenheit sind hier besonders angebracht.

Natürlich wünscht sich wohl jeder eine gute Beziehung zum Chef. Das erleichtert manches und hilft der Karriere. Doch diese Freundschaft kann auch zum Bumerang werden – wenn Ärger in der Freundschaft das professionelle Verhältnis belastet oder umgekehrt Beef im Job die Freundschaft. Womöglich müssen Sie zwischen Nähe oder mehr Distanz entscheiden, denn nur selten gelingt es, Beruf und Privates grundsätzlich zu trennen.

Chef als Freund: Geht das überhaupt?

Nur fünf Prozent der Deutschen sind auf den sozialen Netzwerken mit ihrem Vorgesetzten vernetzt und 57 Prozent würden eine Freundschaftsanfrage ablehnen. Aber auch im alltäglichen Büroleben können sich viele Arbeitnehmer eine freundschaftliche Beziehung zum Vorgesetzten nicht vorstellen. Doch was, wenn ein guter Freund aus dem Büro nebenan plötzlich befördert wird? Da drängt sich die Frage auf: Kann man überhaupt mit dem Chef befreundet sein? Welche Probleme eine Freundschaft zum Chef mitbringen kann und ob eine solche Freundschaft eine Zukunft hat…

Eine Freundschaft mit Hindernissen

Es sollte von vornherein klar sein, dass die Freundschaft zu einem Vorgesetzten immer etwas anderes ist, als die Freundschaft zu einem Kollegen der gleichen Hierarchiestufe. Ihr Freund, der gleichzeitig Ihr Chef ist, verfügt über Entscheidungsgewalt, die Ihren beruflichen Werdegang entscheidend beeinflussen kann. Aus dieser Kombination ergeben sich ganz automatisch Probleme, die Ihrer Freundschaft im Weg stehen können.

  • Schlechte Arbeitsatmosphäre. Wenn Sie der Liebling des Chefs sind, werden das sicherlich auch Ihre Kollegen mitbekommen. Unter einer solchen Situation kann die Arbeitsatmosphäre der gesamten Abteilung leiden, da andere sich benachteiligt fühlen und Sie möglicherweise aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
  • Schwierige Beförderungen. Auch wenn Sie tatsächlich in Ihrem Team die beste Arbeit leisten, wie rational werden es Ihre Kollegen wohl sehen, wenn Sie von Ihrem Freund eine Beförderung erhalten?
  • Komplizierte Abmahnungen. Doch auch der entgegengesetzte Fall ist mit Komplikationen verbunden. Wie wird sich Ihr Chef verhalten, wenn Sie Mist gebaut haben und er Sie dafür abmahnen muss? Wird sich die nette Seite des Freundes oder die autoritäre Seite des Vorgesetzten durchsetzen?

Wahrlich keine optimale Ausgangssituation für eine freundschaftliche Beziehung, doch ist es trotzdem möglich, mit dem eigenen Chef befreundet zu sein?

Kann man wirklich mit dem Chef befreundet sein?

Der nette Kollege, mit dem Sie seit Jahren das Büro geteilt und an Wochenenden gemeinsam über den cholerischen Chef gelästert haben, wird plötzlich befördert und steht auf einmal eine Gehalts- und Entscheidungsstufe über Ihnen. Im ersten Moment geht es sicherlich auch um Neid, dass nicht Sie die Beförderung erhalten haben, doch wie sieht es aus, wenn Sie den ersten Schreck überwunden haben? Kann eine Freundschaft zwischen Chef und Mitarbeiter funktionieren? Diese sechs Fragen können Ihnen helfen zu entscheiden, ob Ihre Freundschaft eine Zukunft hat.

  1. Wie lange sind Sie bereits befreundet?

    Sind Sie schon seit langer Zeit befreundet und haben gemeinsam schon viel erlebt oder handelt es sich bei Ihrem neuen Vorgesetzten um einen netten Kollegen, der vor Kurzem in Ihre Abteilung gewechselt ist und mit dem Sie sich gut verstanden haben? Je länger Ihre Freundschaft besteht, desto eher werden Sie den Problemen trotzen können, die sich möglicherweise ergeben.

  2. Wie gut kennen Sie sich?

    Haben Sie mit Ihrem Freund über alles gesprochen und ihm vielleicht sogar Ihre Geheimnisse anvertraut? Das stärkt natürlich die Freundschaft, kann jedoch in der neuen Situation auch zu unangenehmen Momenten führen. Wer möchte schon, dass der eigene Chef alles über einen weiß? Hier gilt es abzuwägen und mit Ihrem Freund zu besprechen, wie Sie gerade in der beruflichen Zusammenarbeit miteinander umgehen.

  3. Wie gut können Sie Arbeit und Privates trennen?

    Am Sonntag treffen Sie sich mit Ihrem Freund auf ein gemeinsames Bier und keine zwölf Stunden später sollten Sie die gleiche Person wieder Herr Müller nennen und für ihn ein paar Dokumente ausdrucken gehen? Nicht jedem fällt es leicht, zwischen beruflichem und privatem Kontakt zu unterscheiden. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und hinterfragen Sie, ob Sie dazu in der Lage sind.

  4. Wie ist die Atmosphäre in ihrem Job?

    In manchen Büros herrscht lockere Stimmung, während andere zum Lachen in den Keller gehen. Eine lockere Arbeitsatmosphäre, auch zwischen Chef und Mitarbeiter, wird es Ihnen leichter machen, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Ihrem Chef gegenüber ein gewisser Respekt angebracht ist. Denn Ihrem Freund die Meinung zu geigen, fällt wahrscheinlich deutlich leichter, als dies dem Vorgesetzten gegenüber zu tun.

  5. Wie werden Ihre Kollegen reagieren?

    Gibt es eine Kollegin, die ständig nörgelt und sich beschwert oder kam es schon einmal zu Mobbing und Gruppenbildung? Wenn Sie antizipieren können, wir Ihre Kollegen auf die neue Situation reagieren, können Sie auch einschätzen, wie Sie mit der Situation umzugehen haben. Haben Sie das Gefühl, durch die Freundschaft zum Chef ausgeschlossen zu werden?

  6. Wie geht es Ihnen mit der Freundschaft?

    Im Endeffekt müssen Sie für sich selbst entscheiden, ob Sie mit der Situation und Nähe zum Boss zufrieden sind. Sie können auch mit Ihrem Freund darüber sprechen, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Ehrlichkeit und Offenheit sind hier besonders angebracht.

Natürlich wünscht sich wohl jeder eine gute Beziehung zum Chef. Das erleichtert manches und hilft der Karriere. Doch diese Freundschaft kann auch zum Bumerang werden – wenn Ärger in der Freundschaft das professionelle Verhältnis belastet oder umgekehrt Beef im Job die Freundschaft. Womöglich müssen Sie zwischen Nähe oder mehr Distanz entscheiden, denn nur selten gelingt es, Beruf und Privates grundsätzlich zu trennen.

Kaduna Hack Series

Some weeks ago, a friend of mine got me introduced to one of the movers and shakers in I.T., in Kaduna.
Kaduna is about three hours away from Abuja by road, and is a Northern city known for its beautiful scenery, calm people, and lovely housing.

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Some weeks ago, a friend of mine got me introduced to one of the movers and shakers in I.T., in Kaduna.
Kaduna is about three hours away from Abuja by road, and is a Northern city known for its beautiful scenery, calm people, and lovely housing.

Runderneuert durch die Nacht wieder ran an den Feind

Unendlich langsam geht es voran. Die Arbeiten an der Webseite, dieser hier, sind mühsam. Im Grunde habe ich es mit einer fast zwölf Jahre alten Datenbank zu tun, die neu organisiert werden muss. Inspiriert und ein bisschen getrietzt durch Twitterfreundin Vera @kaffeebeimir  habe ich begonnen, die Seite übersichtlicher zu machen und meine Kernkompetenz, das Livetexte-von-unterwegs-Schreiben … „Runderneuert durch die Nacht wieder ran an den Feind“ weiterlesen

Wenn der Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift macht

Hat ein Mitarbeiter innerlich gekündigt, drohen gravierende Folgen fürs Unternehmen. Welche Anzeichen auf innere Kündigung hindeuten – und wie es dazu kommen kann, dass gute Leute nur noch Dienst nach Vorschrift machen.

Sie machen nur noch Dienst nach Vorschrift, feiern ständig krank und liefern bestenfalls mittelmäßige Arbeit ab: Haben Mitarbeiter innerlich gekündigt, kann das für Unternehmen zum Problem werden.

Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt, schätzen Personalverantwortliche und Führungskräfte. Das geht aus dem aktuellen iga-Report „Engagement erhalten, innere Kündigung vermeiden“ hervor, einem Forschungsbericht der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA). Auch der Gallup Engagement Index, für den regelmäßig Arbeitnehmer befragt werden, kam Anfang des Jahres zu alarmierenden Ergebnissen: Demnach haben 16 Prozent der Beschäftigten innerlich bereits gekündigt, und sogar 68 Prozent machen lediglich noch Dienst nach Vorschrift.

Null-Bock-Haltung vergiftet das Betriebsklima

Was das Phänomen innere Kündigung für Unternehmen so gefährlich macht: Die Null-Bock-Haltung ist ansteckend. Denn viel zu oft beklagen sich die chronisch unzufriedenen Mitarbeiter bei Kollegen, anstatt mit ihren Vorgesetzten über ihre Gefühlslage zu sprechen. „Häufig ergeben sich Ausstrahlungseffekte auf Kolleginnen und Kollegen, sodass die Stimmung und Motivation im Team sinken“, heißt es im iga-Report.

Doch warum suchen sich die chronisch Unzufriedenen nicht einfach einen Job, der ihnen mehr Spaß macht? „Die ‚äußere Kündigung‘ wird in der Regel nicht in Betracht gezogen, da keine Alternativen zur aktuellen Tätigkeit gesehen und Einbußen befürchtet werden“, heißt es im iga-Report.

Innere Kündigung: Diese Gründe können dahinterstecken

Auch wenn sich Arbeitgeber sicher ärgern über dauerhaft unmotivierte und unzufriedene Mitarbeiter: Sie selbst tragen eine Mitschuld daran, dass es soweit kommt. „Einer inneren Kündigung geht eine Reihe unerfüllter Erwartungen voraus“, schreiben die Autorinnen des Reports.

Denn psychologisch betrachtet gehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer neben dem offiziellen Arbeitsvertrag auch eine unausgesprochene Vereinbarung ein: Unternehmen etwa fordern von ihren Mitarbeitern Verlässlichkeit, Flexibilität und Loyalität. Im Gegenzug erwarten Beschäftigte „eine sinnhafte Tätigkeit, eine durch Respekt geprägte Beziehung zur Führungskraft und Arbeitsanforderungen, die zu bewältigen sind“. Und genau diese Erwartungen können Arbeitgeber nicht immer erfüllen.

Die Folge sind negative Gedanken des Arbeitnehmers – wie: „Ich ackere und ackere und keiner dankt es mir“. Kommt dann noch das Gefühl dazu, dass der eigenen Chef jeden Arbeitsschritt kontrolliert, fühlt sich der Betroffene im Job oft hilflos ausgeliefert. Und ein Wust an Bürokratie, der schnelle Entscheidungen verhindert und Ideen im Keim erstickt, tut sein Übriges, um das Engagement nachhaltig erlahmen zu lassen.

Zu großem Frust könne es auch führen, wenn Job und Mensch einfach nicht zusammenpassen, warnen die Autorinnen: „So ist es beispielsweise für Menschen mit proaktiver Persönlichkeit eher unbefriedigend, in stark strukturierten Arbeitsfeldern mit wenigen Einflussmöglichkeiten tätig zu sein.“

Diese Anzeichen deuten auf innere Kündigung hin

Die Autorinnen des iga-Reports haben einen Reflexionsbogen entwickelt: Er soll Führungskräften helfen, Anzeichen für innere Kündigung zu erkennen. „Die Antworten des Fragebogens stellen keine Fakten dar, sondern geben nur Anhaltspunkte, die im Gespräch mit der betroffenen Person besprochen werden sollten“, heißt es im Report. Im Folgenden veröffentlichen wir die Fragen mit freundlicher Genehmigung der IGA und der Autorinnen.

Wenn der Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift macht

Hat ein Mitarbeiter innerlich gekündigt, drohen gravierende Folgen fürs Unternehmen. Welche Anzeichen auf innere Kündigung hindeuten – und wie es dazu kommen kann, dass gute Leute nur noch Dienst nach Vorschrift machen.

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Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt, schätzen Personalverantwortliche und Führungskräfte. Das geht aus dem aktuellen iga-Report „Engagement erhalten, innere Kündigung vermeiden“ hervor, einem Forschungsbericht der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA). Auch der Gallup Engagement Index, für den regelmäßig Arbeitnehmer befragt werden, kam Anfang des Jahres zu alarmierenden Ergebnissen: Demnach haben 16 Prozent der Beschäftigten innerlich bereits gekündigt, und sogar 68 Prozent machen lediglich noch Dienst nach Vorschrift.

Null-Bock-Haltung vergiftet das Betriebsklima

Was das Phänomen innere Kündigung für Unternehmen so gefährlich macht: Die Null-Bock-Haltung ist ansteckend. Denn viel zu oft beklagen sich die chronisch unzufriedenen Mitarbeiter bei Kollegen, anstatt mit ihren Vorgesetzten über ihre Gefühlslage zu sprechen. „Häufig ergeben sich Ausstrahlungseffekte auf Kolleginnen und Kollegen, sodass die Stimmung und Motivation im Team sinken“, heißt es im iga-Report.

Doch warum suchen sich die chronisch Unzufriedenen nicht einfach einen Job, der ihnen mehr Spaß macht? „Die ‚äußere Kündigung‘ wird in der Regel nicht in Betracht gezogen, da keine Alternativen zur aktuellen Tätigkeit gesehen und Einbußen befürchtet werden“, heißt es im iga-Report.

Innere Kündigung: Diese Gründe können dahinterstecken

Auch wenn sich Arbeitgeber sicher ärgern über dauerhaft unmotivierte und unzufriedene Mitarbeiter: Sie selbst tragen eine Mitschuld daran, dass es soweit kommt. „Einer inneren Kündigung geht eine Reihe unerfüllter Erwartungen voraus“, schreiben die Autorinnen des Reports.

Denn psychologisch betrachtet gehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer neben dem offiziellen Arbeitsvertrag auch eine unausgesprochene Vereinbarung ein: Unternehmen etwa fordern von ihren Mitarbeitern Verlässlichkeit, Flexibilität und Loyalität. Im Gegenzug erwarten Beschäftigte „eine sinnhafte Tätigkeit, eine durch Respekt geprägte Beziehung zur Führungskraft und Arbeitsanforderungen, die zu bewältigen sind“. Und genau diese Erwartungen können Arbeitgeber nicht immer erfüllen.

Die Folge sind negative Gedanken des Arbeitnehmers – wie: „Ich ackere und ackere und keiner dankt es mir“. Kommt dann noch das Gefühl dazu, dass der eigenen Chef jeden Arbeitsschritt kontrolliert, fühlt sich der Betroffene im Job oft hilflos ausgeliefert. Und ein Wust an Bürokratie, der schnelle Entscheidungen verhindert und Ideen im Keim erstickt, tut sein Übriges, um das Engagement nachhaltig erlahmen zu lassen.

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Die Autorinnen des iga-Reports haben einen Reflexionsbogen entwickelt: Er soll Führungskräften helfen, Anzeichen für innere Kündigung zu erkennen. „Die Antworten des Fragebogens stellen keine Fakten dar, sondern geben nur Anhaltspunkte, die im Gespräch mit der betroffenen Person besprochen werden sollten“, heißt es im Report. Im Folgenden veröffentlichen wir die Fragen mit freundlicher Genehmigung der IGA und der Autorinnen.

Wenn der Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift macht

Hat ein Mitarbeiter innerlich gekündigt, drohen gravierende Folgen fürs Unternehmen. Welche Anzeichen auf innere Kündigung hindeuten – und wie es dazu kommen kann, dass gute Leute nur noch Dienst nach Vorschrift machen.

Sie machen nur noch Dienst nach Vorschrift, feiern ständig krank und liefern bestenfalls mittelmäßige Arbeit ab: Haben Mitarbeiter innerlich gekündigt, kann das für Unternehmen zum Problem werden.

Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt, schätzen Personalverantwortliche und Führungskräfte. Das geht aus dem aktuellen iga-Report „Engagement erhalten, innere Kündigung vermeiden“ hervor, einem Forschungsbericht der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA). Auch der Gallup Engagement Index, für den regelmäßig Arbeitnehmer befragt werden, kam Anfang des Jahres zu alarmierenden Ergebnissen: Demnach haben 16 Prozent der Beschäftigten innerlich bereits gekündigt, und sogar 68 Prozent machen lediglich noch Dienst nach Vorschrift.

Null-Bock-Haltung vergiftet das Betriebsklima

Was das Phänomen innere Kündigung für Unternehmen so gefährlich macht: Die Null-Bock-Haltung ist ansteckend. Denn viel zu oft beklagen sich die chronisch unzufriedenen Mitarbeiter bei Kollegen, anstatt mit ihren Vorgesetzten über ihre Gefühlslage zu sprechen. „Häufig ergeben sich Ausstrahlungseffekte auf Kolleginnen und Kollegen, sodass die Stimmung und Motivation im Team sinken“, heißt es im iga-Report.

Doch warum suchen sich die chronisch Unzufriedenen nicht einfach einen Job, der ihnen mehr Spaß macht? „Die ‚äußere Kündigung‘ wird in der Regel nicht in Betracht gezogen, da keine Alternativen zur aktuellen Tätigkeit gesehen und Einbußen befürchtet werden“, heißt es im iga-Report.

Innere Kündigung: Diese Gründe können dahinterstecken

Auch wenn sich Arbeitgeber sicher ärgern über dauerhaft unmotivierte und unzufriedene Mitarbeiter: Sie selbst tragen eine Mitschuld daran, dass es soweit kommt. „Einer inneren Kündigung geht eine Reihe unerfüllter Erwartungen voraus“, schreiben die Autorinnen des Reports.

Denn psychologisch betrachtet gehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer neben dem offiziellen Arbeitsvertrag auch eine unausgesprochene Vereinbarung ein: Unternehmen etwa fordern von ihren Mitarbeitern Verlässlichkeit, Flexibilität und Loyalität. Im Gegenzug erwarten Beschäftigte „eine sinnhafte Tätigkeit, eine durch Respekt geprägte Beziehung zur Führungskraft und Arbeitsanforderungen, die zu bewältigen sind“. Und genau diese Erwartungen können Arbeitgeber nicht immer erfüllen.

Die Folge sind negative Gedanken des Arbeitnehmers – wie: „Ich ackere und ackere und keiner dankt es mir“. Kommt dann noch das Gefühl dazu, dass der eigenen Chef jeden Arbeitsschritt kontrolliert, fühlt sich der Betroffene im Job oft hilflos ausgeliefert. Und ein Wust an Bürokratie, der schnelle Entscheidungen verhindert und Ideen im Keim erstickt, tut sein Übriges, um das Engagement nachhaltig erlahmen zu lassen.

Zu großem Frust könne es auch führen, wenn Job und Mensch einfach nicht zusammenpassen, warnen die Autorinnen: „So ist es beispielsweise für Menschen mit proaktiver Persönlichkeit eher unbefriedigend, in stark strukturierten Arbeitsfeldern mit wenigen Einflussmöglichkeiten tätig zu sein.“

Diese Anzeichen deuten auf innere Kündigung hin

Die Autorinnen des iga-Reports haben einen Reflexionsbogen entwickelt: Er soll Führungskräften helfen, Anzeichen für innere Kündigung zu erkennen. „Die Antworten des Fragebogens stellen keine Fakten dar, sondern geben nur Anhaltspunkte, die im Gespräch mit der betroffenen Person besprochen werden sollten“, heißt es im Report. Im Folgenden veröffentlichen wir die Fragen mit freundlicher Genehmigung der IGA und der Autorinnen.