Olivenernte 2016 – Wurm drin Teil 2

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

heute geht es um die Maßnahmen die die Olivenbauern in der Toskana einleiten und schon schon vor einigen Jahren eingeleitet haben um dem Problem Olivenfliege entgegenzuwirken.

Um die weitere Ausbreitung der Olivenfliege zu verhindern wäre grundsätzlich ein strenger Winter mit einigen Tagen Frost dringend erforderlich. Dadurch würden die Larven für neue Olivenfliegen vernichtet werden.
Die Olivenbauern „experimentieren“ auch mit anderen Olivensorten aus anderen Regionen. Diese Olivensorten scheinen bisher resistent gegen den Befall zu sein. Ich durfte ein solches Olivenöl probieren. Es wurde zur gleichen Zeit geerntet wie die Oliven für das frühe Olivenöl „Primolio“. Der Geschmack war anders als das würzige toskanische Öl. Der dem in der Toskana hergestellten Olivenöl typisch anhaftende scharfe kräftige Geschmack fehlte diesem Öl. Es schmeckte eher flach, ohne besondere Noten.

Primolio versus
Primolio versus

Eine andere Alternative ist natürlich das Spritzen gegen die Olivenfliege. Es ist jedoch maximal 2 mal pro Jahr erlaubt. Ich habe dann bei meinem Besuch natürlich das Thema biologisches Erzeugnis angesprochen. Da gab es dann eine klare Aussage. Generell spritzt mein Lieferant nicht. Dann sind alle hergestellten Produkte biologisch auch diese ohne Zertifikat (Für das führen eines Zertifikates muß der Produzent Gebühren bezahlen). Tritt die Fliege jedoch auf und droht die Ernte zu vernichten wird wie oben geschrieben maximal 2 mal gespritzt. Die Gebiete die bei der Zertifizierungsstelle als biologische Fläche registriert sind, bleiben aussen vor. Die Oliven dort sind dann eben verloren und es gibt in diesem Erntejahr von dieser Fläche kein biologisches Öl. Der Grund warum diese Fläche nicht behandelt wird, liegt daran, dass das Zertifikat verloren geht, wenn der Boden und die Olivenbäume während einer 3 jährigen Periode nicht behandelt werden dürfen.
Der Ausfall einer Erntefläche bedeutet immer finanzieller Verlust und letztendlich steigende Preise für den Endverbraucher.

#ibcoco, #1aOlivenoel

Olivenernte 2016 – Wurm drin Teil 1

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

der Spruch, wenn jemand eine Reise tut dann kann er was erzählen. Den nehme ich heute mal wörtlich. Wie bereits angekündigt war ich wieder ein paar Tage in der Toskana bei meinem Lieferanten, um mich einfach mit Ihm wieder zu treffen und die eine oder andere Information auszutauschen.
Thema war natürlich die Ernte 2016. Diese ist aufgrund der Olivenfliege nicht so gut ausgefallen wie von allen erhofft. Etwa 30 bis 40 % weniger Ernte. Das ist sehr viel und entspricht etwa dem Ausfall wie im Jahre 2014.

Wenn die Fliege die Olive ansticht, legt sie Eier in die Olive. Es entwickelt sich ein Wurm der die Olive von innen zerstört.
Hier ein paar Fotos:

angestochene Oliven
angestochene Oliven
Wurm einer Olivenfliege in einer Olive
Wurm einer Olivenfliege in einer Olive
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Wurm

Werden solche Oliven mit gesunden Oliven zu Öl verarbeitet, verändert sich der Geschmack des Olivenöls durch das tierische Eiweis  und der Ölsäureanteil steigt. Beides Eigenschaften die in einem hochwertigen Öl nichts zu suchen haben. Das daraus gewonnene Olivenöl ist unbrauchbar.

Mit verschiedenen Maßnahmen versuchen die Bauern dem Problem entgegenzuwirken. Dazu kommende Woche mehr.

#iboco #1aOlivenoel

die richtige Reife – Teil 3

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

wie bereits letze Woche angekündigt bin ich seit gestern wieder in der Toskana bei meinem Olivenbauer.
Heute geniessen wir noch etwas die Landschaft und lassen uns vom italienischen Flair bezaubern.

Morgen werden wir eine Verkostung vornehmen und wieder die Ölmühle anschauen.

Darum gibt es heute nur einen kurzen Blogbeitrag. Der kommende Beitrag wird dafür etwas ausführlicher und mit einigen Bildern sicherlich auch euch verzaubern. 🙂

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

#ibcoco
#1aOlivenoel

die richtige Reife – Teil 2

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

heute im zweiten Teil beschreibe ich die verschiedenen Ernteverfahren, wie ich sie selbst Anfang der 90er Jahre erlebt habe und wie es heute praktiziert wird.

Das Ernteverfahren ist für die Qualität eines Olivenöls von entscheidender Bedeutung. Wird die Haut der Oliven bei der Ernte verletzt beginnt die Olive sehr schnell zu gären. Mitte der 90er Jahre wurden die Oliven noch mit langen Stöcken von den Ästen geschlagen oder gestreift. Ich durfte damals diese Tätigkeit nie durchführen, da ich zum einen die Oliven verletzt und zum anderen ich die kleinen Äste abgeschlagen hätte. Somit blieb mir die Bodenhelferaufgabe – Blätter, kleinere Äste und kaputte Oliven aus den Netzen am Boden und den aus Körben zu sammeln.

Heute wie auch damals werden für die perfekten Öle die Oliven mit der Hand vom Baum gepfückt und mit Sorfalt in die Körbe gelegt. Diese Oliven erreichen in besserem Zustand die Ölmühle, als vom Baum geschüttelte oder gestreifte Oliven.
Die Stöcke sind heute nur noch sehr selten anzutreffen. Heute werden eltektrische oder pneumatisch betriebene Rechen eingesetzt die zumindest verhindern, dass die Oliven bereits am Baum zerstört werden.
Von Hand gepflückte Oliven finde ich, ergeben immer noch das beste Olivenöl, was sich dann allerdings auch später im Preis wieder findet.

Sind die Oliven geerntet müssen diese unmittelbar in die Pressung. Geschieht dies nicht beginnen die Oliven recht schnell zu gären. Dadurch steigt der Anteil der freien Fettsäuren (Ölsäure). Wir hatten damals die Menge an Oliven geerntet, die wir abends noch in der Mühle gepresst bekommen haben. Eine Lagerung von 1 bis 2 Tagen funktioniert – ist aber nicht unbedingt zu empfehlen. Wird die Lagertemperatur der unverarbeiteten Oliven auf ca. 5°C reduziert kann durchaus länger gelagert werden.

Kommende Woche bin ich direkt vor Ort bei meinem Olivenölbauer in der Toskana. Ich freue mich wieder darauf und werde berichten.

Eine frohe Woche.

#ibcoco
#1aOlivenoel

die richtige Reife – Teil 1

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

in meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich mich der bevorstehenden Olivenernte widmen. Die Zeit ist Reif. In Griechenland läuft bereits die Ernte, in Italien werden ebenfalls schon einzelne Olivensorten gepflückt. Aber vorauf kommt es an ? Wovon ist es abhängig, dass später ein gutes Olivenöl hergestellt werden kann ?

Der Grundstein ob im Herbst / Winter ein gutes Olivenöl entstehen kann wird bereits im Frühjahr gelegt. Die Olivenfliege die 2 Mal im Jahr die Olivenhaine heimsucht – im Frühjahr und im August – macht eine Behandlung auf Basis einer Kupfersulfatlösung  notig. Diese Lösung wird im Übrigen auch gegen Mehltau im Weinberg eingesetzt. Wird diese Behandlung falsch gemacht oder nicht rechtzeitig durchgeführt kann die Fliege die Oliven angreifen. Das daraus dann gewonnene Olivenöl wird auch oftmals ungenießbar, oder von schlechter Qualität.
Das Alter eines Olivenbaues spielt hingegen keine Rolle für die Qualität des Öls. Im zarten Alter von 8 bis 10 Jahren reifen an einem Olivenbaum große Mengen an Oliven. Ab etwa 100 Jahren kann die Produktivität des Baumes nachlassen.
Für die Qualität entscheidend sind aber die Faktoren
– Erntezeitpunkt
– Durchführung der Ernte
– Herstellverfahren
Der gesamte Erntezeitraum dauert je nach Region und zu erntenden Sorten ca. 3 Monate. Sie beginnt in der Regel im November und endet im Februar.  Man denkt sicher, je reifer eine Olive desto besser für die Qualität des Öls. Das ist jedoch nicht so. Je reifer eine Olive desto höher ist der Säuergrad des Öls und desto geringer der Phenolanteil der das Olivenöl auf natürliche Art und Weise haltbar macht. Die Säure ist für den ranzigen Beigeschmack im Olivenöl verantwortlich.

Die früh geernteten Oliven ergeben somit die schöneren grün glänzenden Olivenöle mit dem intensiv grasigen und fruchtigen Geschmacksbild. Allerdings sind die Oliven mit dem festen Fruchtfleisch in diesem Reifezustand nicht so ergiebig wie die Reiferen.

kommende Woche im zweiten Teil schreibe ich über das Enteverfahren.

Bis dahin alles Gute

#iboco
#1aOlivenoel

 

Spuren von Vorboten #ibcoco #1aolivenoel

Liebe Blogleser von 1aolivenoel,

es sind noch keine zwei Wochen vergangen von T-Shirt 30 Grad Wetter zu dem was ich heute beim Wandern in der Nähe meines Segelflugstartplatzes gesehen habe. Vorboten des Winters. Tatsächlich schon leichte Spuren im Schnee. Beeindruckend wie schnell sich das Wetter geändert hat, wie viel Energie da im Spiel ist. Wenn man mal bedenkt, wie viel Strom wir benötigen um unseren Kühlschrank bei 7 Grad zu halten. Dieses im Verhältnis winzige Volumen. Die Natur macht das in ein paar Tagen für ganze Landstriche.

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Gestern war ich mit meinen Olivenölen wieder in Oberkirch auf dem Markt. „Haben Sie auch die Sendung „Marktcheck“ gesehen…“. Interessant wie die Menschen solche Sendungen verfolgen.
Mir hilft das wahrlich 🙂 Wer es verpasst hat hier den Link zum klicken aus meinem Blogbeitrag vergangener Woche.

Eine angenehme freudige Woche

der interessierte aber kritische Kunde | #ibcoco #1aOlivenoel

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

ein interessanter TV Beitrag des SWR am 27.09.2016 im „Marktcheck deckt auf“ war heute großes Thema bei mir am Marktstand. Für diejenigen die die Sendung verpasst haben, oder nicht empfangen können, habe ich hier den Link zur SWR Mediathek . Einfach anschauen und auf sich wirken lassen.
Alle wollten natürlich heute von mir Auskunft wo „mein“ Olivenöl herkommt, wie es hergestellt wird und und und. Ich denke, ich konnte alle überzeugen, denn wie schon im letzten Blog geschrieben, verstecken sich weder meine beiden Lieferanten noch ich mich, sondern wir sind direkt am Kunden und werben um Vertrauen.

extra vergine di oliva
extra vergine di oliva
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jeder der vorbeikommt kann probieren

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Bau meines Elektrosegler bin ich diese Woche gut vorangekommen. Die vergrößerte Tragfläche ist im Rohbau fertig. Das V-Leitwer ist ebenfalls fertig. Beim Rumpf bin ich dabei den Brushless-Motor einzupassen. Es geht voran. Heute gibt es aber ein Bild meiner Gleitschirmkollegen vom vergangenen Sonntag 🙂

GS Fluggebiet Oppenau
GS Fluggebiet Oppenau

Ich wünsche ein schönes verlängertes Wochenende.

….und was sonst so passierte #iboco #1aOlivenoel

Hallo liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

ja eine Woche im Berufsalltag ist schon schon vorbei und was ist vom Urlaub geblieben…. Erinnerungen, denn es ist so viel dringliches liegen geblieben, dass die Erholung etwas auf der Strecke geblieben ist. Wem geht es nicht so ?

Aber dennoch bin ich mit der Woche zufrieden, denn mit meinen Olivenölen bin ich ab kommenden Samstag im 14 tägigen Rhytmus samstags von 8 Uhr bis 12 Uhr auf dem #Bauernmarkt in #77704 Oberkirch wieder vertreten. Da freue ich mich richtig drauf. Ich habe alles entsprechend organisieren können. Bis 2009 war das ebenfalls samstags immer fester Bestandteil  – dann kam leider eine Pause die nun beendet ist. Freudig wurde ich von den anderen „Marktbeschickern“ so heisst das, wieder aufgenommen 🙂

Mit Neugierde und großem Erstaunen habe ich einen Artikel aus dem Testheft „Test 2/2016“ zum Thema Olivenöle mit der Überschrift „Von wegen höchste Güteklasse“ gelesen. Kaum zu glauben was alles im Supermarktregal zum kaufen steht und unter Top Qualität angeboten wird. Ich stelle wieder fest es ist noch viel Aufklärung zu leisten.

Und dann ist noch ein kleiner neuer Elektrosegler im Werden. Themikfliegen funktioniert ja nicht immer deshalb muß noch einer mit „Knüppelthermik“ in die Sammlung. Hier ein erstes Foto vom Tragflächenbau. Die Fläche baue abweichend zum Plan um ein Rippenpaar größer. Ich halte euch auf dem laufenden.

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Euer Manfred Gosch

Lagerung und Haltbarkeit von Olivenöl

Liebe Blogleser von 1aOlivenoel,

heute möchte ich euch ein paar Informationen über die richtige Lagerung und Haltbarkeit von Olivenöl geben. Oft erzählen mir meine Kunden stolz, dass sie die schöne Olivenölflasche in der Küche ans Fenster stellen – dass man es auch gleich sieht …..

Oliven bzw. der Olivenbaum brauchen während des Wachstums Licht. Ist einmal Öl aus den Oliven gewonnen worden, ist es dunkel und kühl aufzubewahren. Im Schrank oder einer kühlen Speisekammer. Die ideale Temperatur liegt zwischen 12 °C und 16 °C. Über 25 °C sollte Olivenöl nicht aufbewahrt werden. Im Kühlschrank ist Olivenöl sehr lange haltbar. Bei Temparaturen  zwischen 7 und 10 °C wird das Olivenöl dickflüssig und bildet weiße Flocken. Kühlt man es weiter ab wird es fest. Das ist aber nicht schlimm. Bei Erwärmung lösen sich die weißen Flocken auf. Dieses Ausflocken ist kein Qualitätsverlust, sondern ein Indiz für die Natürlichkeit des Produktes.
Verwendest du regelmäßig Olivenöl ist es nicht notwendig es im Kühschrank aufzubewahren. Es benötigt zu lange um wieder flüssig zu werden und seine Aromen entfalten zu können. Und Olivenöl mit Raumtemperatur verbindet sich mit den Zutaten in einer Salatsauce zum Beispiel besser als ein kaltes Olivenöl.
Wichtig ist auch nach jedem Gebrauch die Flasche sofort wieder zu verschließen. Es empfiehlt sich auch Restmengen aus größeren Behältern in kleinere Gebinde umzufüllen. Der Grund liegt in der Reaktion der einfach- und mehrfach gesättigten Fettsäuren mit dem Sauerstoff in der Luft. Wird Olivenöl im Laufe der Zeit gelblich und zähflüssiger ist das ein Indiz für die Reaktion mit Sauerstoff.

Haltbar ist Olivenöl bei sachgerechter Lagerung viel länger als auf den Flaschen als Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben ist. Empfohlen wird der Verbrauch des Öl innerhalb 12 bis 18 Monate.
Im Laufe der Zeit wird Olivenöl lediglich milder. Wem das gekaufte Olivenöl am Anfang zu kräftig ist, einfach luftdicht verschlossen an einem dunklen, kühlen Ort einige Monate stehen lassen.
Ob ein Olivenöl noch genießbar ist kannst du riechen oder schmecken. Frisches Ölivenöl ist dünnflüssig hat einen grünlichen Farbton, riecht frisch, nach frischem Gras z.B. schmeckt bitter und besitzt eine gewisse Schärfe. Ist das Olivenöl aber dickflüssiger und gelb –  kann das ein Hinweis auf Oxidation sein. Deshalb bin ich kein Freund von glasklaren Flaschen. In diesen Flaschen wird das Olivenöl schneller einem Alterungsprozess ausgesetzt und ist nicht so lange haltbar. Ich bevorzuge dunkle Flaschen aber bei mir ist ein Flasche auch immer schnell leer 🙂 .

Gibt es tatsächlich mal Altes nicht mehr genießbares Olivenöl kann es noch als Lampenöl verwendet werden oder i.d.R. für Privatkunden kostenlos bei der Gemeinde entsorgt werden. Altes Öl nicht in den Abfluss gießen. Es setzt sich an den Rohren ab und macht diese im Laufe der Zeit enger und fördert die Verstopfungsgefahr.

Ich wünsche eine angenehme Woche.

Manfred Gosch

#ibcoco
#1aOlivenoel

LaVanille und Degustation von Olivenöl

Liebe 1aOlivenoel Blogleser,

ich hatte es in meinem Blog von vergangener Woche angekündigt. Heute lüfte ich das Geheimnis. Ich bin mit einem Importeur für mexikanische  Vanille eine Kooperation eingegangen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit ganz besonders und wünsche uns dabei viel Erfolg. Mehr dazu findest du auf meiner Webseite unter folgendem Link: LaVanilla

Dann möchte ich mich heute mit dem etwas sperrigen Begriff „Degusation“ oder oder einfach „wie verkoste ich Olivenöl “ beschäftigen. Denn wenn man gutes Olivenöl kauft hjat man meistens auch die Chance es vorher zu verkosten. Und damit das auch gut gelinkt dient mein heutiger Artikel.
Bei der Degustation  geht es darum die Aromen, die Konsistenz und „die Länge“ des Olivenöls im Gaumen  zu beurteilen. Daraus kann man abschätzen welche Speisen, welche Zutaten oder Salate sich mit dem Olivenöl am Besten kombinieren lassen.

Vor der Verkostung

Um die Geschmacksempfindungen nicht zu beeinträchtigen ist es empfehlenswert das man vorher nichts gegessen oder getrunken hat. Auch Kaugummi, Zigaretten oder Bonbons eignen sich nicht.

Die Geruchsprobe

Fülle zuerst die verschiedenen zu degustierenden extra vergine Olivenöle in kleine Gläser. (z.B. Cognac-Schwenker; 1-2 Esslöffel Öl)
Erwärme das Gläschen einige Minuten in der Hand. Dadurch entfalten sich die Duftaromen. Das Gläschen dabei schwenken um eine gute Entfaltung der Aromen zuzulassen.
Dann atme mit der Nase am Glas tief ein – das kannst du gerne mehrfach wiederholen.

Die Geschmacksprobe

Du kannst dabei entweder, das bei der Geruchsprobe verwendete Öl direkt danach mit einem Schluck aufnehmen und auf der Zunge und im Gaumen verteilen bevor du es schluckst.
Oder in einen Esslöffel etwas Olivenöl geben und nach erneutem riechen am Olivenöl in den Mund nehmen und im Gaumen und auf der Zunge verteilen. Einen süßen Mandelton spürst du an der Zungenspitze, die säuerliche Note des Öls umschmeichelt die Zungenränder. Während das Öl die Kehle benetzt, treten fruchtige, blumige und blättrige Nuancen auf. Dabei tritt am Zungenansatz eine bittere Spur auf die manchemal auch zum Husten reizt 🙂 aber dennoch einen flüchtigen Eindruck von Weichheit und Fülle am Gaumen entstehen läßt.
Wenn du beim verkosten etwas Brot nehmen willst erleichtert es den Einstieg in die Verkostung. Einfach etwas Öl direkt auf das Brot geben und die Viskosität erleben und den Farbton der besonders intensiv hervortritt begutachten. Du kannst auch etwas Öl in ein Schälchen geben und Brot darin eintunken. Dabei steht jedoch eher das Schlemmen im Vordergrund, es ist leider! nicht gerade schick das Schälchen mit dem Brot dann auszuwischen.

Eine ganz besondere Art der Verkostung ist die mit einer heissen Kartoffel. Die zerteilte heisse Kartoffel läßt die Aromen herrlich aufsteigen und ist auch so ein klasse Begleiter von Olivenöl.

Bevor du die nächste Olivensorte verkostest solltest du mit einem Stück Apfel, etwas Weisswein oder einem Schluck Wasser den Gaumen neutralisieren.
Beurteilung

Wenn du mehrere verschiedene Olivenöl testest kannst du die Unterschiede sehr gut feststellen.
Positive Aspekte: scharf, bitter, frisch, fruchtig, harmonisch
negative Aspekte: modrig, ranzig, stichig, metallisch, schimmelig, essigartig oder weinartig.

Es macht großen Spaß mit Freunden verschiedene Olivenöle zu verkosten und du wirst erstaunt sein, was dabei alles für Geschmacksbilder entdeckt werden.

Viel Spaß dabei und eine gute Woche

Manfred Gosch